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Bikesharing: die Schweiz in der Spitzengruppe

Vor knapp zehn Jahren noch als Randphänomen angesehen, ist Bikesharing heute aus den meisten Grossstädten nicht mehr wegzudenken. Auch die Schweiz bildet hier keine Ausnahme und prägt die Entwicklung wesentlich mit.

In den letzten Jahren haben insbesondere die Stadtbewohner unter uns das Aufkommen zahlreicher neuer Zweirad-Dienste erlebt. Innerhalb von nur zehn Jahren sind Velos in Selbstausleihe zu einem wichtigen Aspekt des grossstädtischen Lebens geworden.

Praktisch, umweltfreundlich und auf heutige Bedürfnisse abgestimmt, verzeichnen Bikesharing-Lösungen seit einigen Jahren ein exponentielles Wachstum. Die Zahl der gemeinsam genutzten Velos hat sich innerhalb von drei Jahren mehr als verdreifacht auf über zwei Millionen Einheiten im Jahr 2016. Obwohl die grosse Mehrzahl von ihnen auf Chinas Strassen unterwegs ist, handelt es sich um einen globalen Trend, bei dem auch die Schweiz keineswegs hinterherhinkt. Eine echte Revolution, die einen genaueren Blick verdient.

Alles begann mit einer Provokation

Bikesharing war von Beginn an revolutionär. Das Konzept geht auf eine Gruppe holländischer Anarchisten, Provo genannt, zurück, die in den 1960er-Jahren in den Strassen von Amsterdam weiss bemalte Velos zur kostenlosen Benutzung bereitstellte. Eine schöne Initiative, die ihrer Zeit zweifellos voraus war: Denn wegen fehlender Diebstahlsicherung verschwanden die Fahrräder bald wieder von der Bildfläche.

Mithilfe neuer Technologien

Mehr als 20 Jahre später konnte die Idee dank Systemen zur Nutzeridentifikation mittels Magnetkarten wieder aufgenommen werden. Dies war wegbereitend für das heute bekannte Bikesharing, das auf Smartphone-Apps und Lokalisierungsfunktionen beruht und die Suche nach Stationen und verfügbaren Velos wesentlich erleichtert.

 

Obwohl der Aufschwung des Bikesharing eng mit dem technischen Fortschritt verbunden ist, wurde sein Erfolg auch durch einen Einstellungswandel begünstigt. Umweltüberlegungen sind heute allgegenwärtig, und das Privatauto verliert zunehmend an Bedeutung.

 

Aus all diesen Gründen ist Bikesharing heute weitverbreitet – mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Nutzern. Die Lösung spricht nicht nur Touristen und Passanten an, sondern ist auch bei Studierenden und Pendlern äusserst beliebt.

Ergänzende Systeme

Man unterscheidet zwei Arten von Bikesharing-Systemen. Bei der Version mit Stationen werden die Velos an festen Stationen ausgehliehen und zurückgegeben. Diese Lösung ist am weitesten verbreitet. Bei der Version mit «floating bikes» können die verfügbaren Velos über eine App lokalisiert und nach der Nutzung irgendwo abgestellt werden.

 

Die auf festen Stationen basierende Lösung bietet zahlreiche Vorteile, insbesondere auf dem Schweizer Markt. Die vorhandenen Stationen erleichtern die Suche nach Velos, die sich stets am gleichen Ort befinden. Für Gruppenfahrten können die Velos zudem zentral gemietet werden, ohne dass man sie in allen vier Himmelsrichtungen auftreiben muss.

Alles hat seinen Platz: die Schweizer Vision

Ein weiterer entscheidender Punkt: Das System erlaubt es, Übersichtlichkeit und Ordnung zu wahren, was den Einwohnern von Schweizer Städten wichtig ist. Im Vergleich hierzu ist in China das System der «floating bikes» weitverbreitet. Ein kurzer Abstecher ins Internet genügt, um die Folgen dieses Phänomens zu ermessen: Strassen, die durch Hunderte von sorglos abgestellten Velos blockiert werden, sowie riesige Abfallhalden, auf denen sich ausgemusterte Zweiräder als Symbole einer chaotischen Entwicklung türmen. In der Schweiz unvorstellbar!

Die Schweiz im Endspurt

Mit der Entwicklung des PubliBike-Angebots verfügt die Schweiz heute über einen bedeutenden Akteur in diesem Bereich, sodass dem Bikesharing in unserem Land nichts mehr im Wege steht. Vollständig modernisierte Systeme und Netze, Einführung von E-Bikes und zahlreiche baldige Neuerungen: Ein Blick auf die Karte der PubliBike-Netze und -Stationen, die nach einer eingehenden Analyse und in Verbindung mit dem öffentlichen Verkehrsangebot angelegt wurden, sollte genügen, um Sie von dieser Lösung zu überzeugen.

Das neu entwickelte Berner System ist seit kurzem ebenfalls in Betrieb, und die Stadt Fribourg ist startklar: Starttermin ist der 3. Juli.

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PubliBike

Lückenlos mobil

 

PubliBike bietet seit 2009 verschiedene Bikesharing-Netze in der ganzen Schweiz an und entwickelt das Angebot laufend weiter.