Velo fahren lernen auf dem PubliBike

 

In Zürich lernen Flüchtlinge, wie man Velo fährt. Einige Kurse werden auf den robusten und bequemen PubliBikes durchgeführt.

 

Wer Velo fahren kann, ist im Alltag flexibler. Daher sind die Velokurse für Geflüchtete in Zürich sehr beliebt. Die Organisation FriendsOnBikes bietet sie ehrenamtlich an. Die Teilnehmenden lernen zuerst das Fahren abseits des Strassenverkehrs. Sobald sie sich sicher genug fühlen, fahren sie auf normalen Strassen und üben Standardsituationen wie Abbiegen und Spurwechsel.

An den Kursen nehmen vor allem Frauen teil, viele von ihnen sind aus Afrika oder Syrien. Sie können nicht Velo fahren, weil eine eigentliche Infrastruktur in ihren Herkunftsländern fehlte. Oder weil ihnen das Velo fahren aus kulturellen Gründen verwehrt war. Velo fahren ist für sie mehr als Mobilität: In den Kursen lernen sich Menschen aus unterschiedlichsten Ländern, Kulturen und Sprachregionen kennen – eine Gelegenheit zum Austausch und zur Integration.

 

Für einen Teil der Kurse kann FriendsOnBikes Velos der PubliBike-Flotte benützen. «Mit ihren kleinen Rädern, dem tiefen Einstieg, dem aufrechten Lenker, dem verstellbaren Sattel und ihrer Robustheit eignen sich die PubliBikes sehr gut», sagt Koordinator Bernhard Krauss, der selber auch Kurse betreut. Zudem lernen die Geflüchteten den Umgang mit E-Bikes und der Aufwand für die Pflege der Velos entfällt. Etwa 40 geflüchtete Frauen und Männer haben dieses Jahr von den Kursen profitiert, im Schnitt sitzen sie nach sechs bis sieben Kursen fest im Sattel.