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Der Weg einer PubliBike-Station

Bereits über 300 Stationen gibt es in der ganzen Schweiz, wo ein Velo oder E-Bike ausgeliehen werden kann. Aber wie lange dauert es bis eine Station effektiv im Einsatz ist und wieso gibt es Standorte in einem Netz, wo keine Station zu finden ist? Alles rund um diese Fragen klärt bei PubliBike Thomas Hug, Standortmanager, in enger Zusammenarbeit mit den anderen Bereichen.

 

Ein guter Standort, welcher rege genutzt wird und wo ein grosses Potential vorhanden ist, ist einer der Schlüsselfaktoren, ob ein Bikesharing Netz erfolgreich ist oder eben auch nicht. Ein weiterer Schlüssel- respektive Erfolgsfaktor ist die Dichte eines Netzes. Umso dichter das Netz, umso grösser die Erfolgschancen. Sind in der Nähe vieler beliebter Orte Stationen platziert, ermöglicht dies unseren Kunden eine komfortable Art sich lückenlos fortzubewegen. Im Optimalfall sollte alle 200 bis 300 Meter eine Station zu finden sein. Die dichtesten, aber auch grössten Netze von PubliBike sind in Zürich mit dem Netz «Züri Velo» und in Bern mit dem Netz «Velo Bern».

Solche potentiellen Standorte muss Thomas also in Absprache mit der betroffenen Stadt identifizieren. Wie werden diese gefunden? Ein einfaches Indiz sind bereits gut platzierte oder beliebte Standorte wie öV-Haltestellen, Touristenattraktionen oder Orte, an denen viele Personen arbeiten und/oder wohnen. Beispielsweise wäre ein solcher Standort im Netz «Velo Bern» der Rosengarten, welcher von Touristen und Einheimischen gut besucht wird. Im Netz «Züri Velo» wäre es die Hardbrücke, da hier viele Personen wohnen und arbeiten. Im Idealfall wohnen in der Nähe einer potentiellen PubliBike-Station viele Personen, welche mit dem Velo vom Ausgangsort wegfahren und der andere Teil arbeitet beispielsweise dort und fährt jeweils mit dem Velo dorthin.

 

Welche Schritte werden unternommen, bis ein Standort in Betrieb genommen wird?

  • Mithilfe eines Geoinformationssystems wird das Potential analysiert
    • Kriterium: Einwohnerzahl sowie die Arbeitsplätze im Umkreis von 300 Metern
  • Die potentiellen Standorte werden auf einer Karte eingezeichnet
  • Die eingezeichneten Standorte werden vor Ort gemeinsam mit den Verantwortlichen der jeweiligen Stadt angeschaut und geprüft
    • Kriterium: wo hätte es Platz für eine Station und macht der Standort Sinn
  • Bewilligungsantrag für die Stationen bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde einreichen
  • Bewilligung wird von der Stadt erteilt, ansonsten müssen die Baueinsprachen bearbeitet werden
  • Bodenmarkierung der zukünftigen Station
  • Druckprozess der Folie für das zukünftige Totem
    • Infos: Standortname, wie es funktioniert und Sponsoren des Netzes
  • «Bau» der neuen PubliBike-Station mit dem Totem
  • Eintragen der Station im System, damit die Station auch auf der PubliBike-Webseite und -App erscheint
  • Bereitstellen der Velos und E-Bikes an der neuen Station
  • Erfahrungen sammeln, wie das neue Bikesharing Netz funktioniert

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PubliBike

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PubliBike bietet seit 2009 verschiedene Bikesharing-Netze in der ganzen Schweiz an und entwickelt das Angebot laufend weiter.